Der beste Beißring taugt nichts, kümmert man sich beispielsweise zu wenig um die Pflege oder verwendet ihn falsch. Zwei Tipps, um Problemen beim Einsatz von Beißringen vorzubeugen:
Reinigung
Viele Hersteller empfehlen zur Reinigung der von ihnen hergestellten Beißringe nur heißes Wasser. Andere geben durchaus an, dass milde Reinigungsmittel eingesetzt werden und dass die Beißringe im oberen Teil der Geschirrspülmaschine gereinigt werden können. Nicht empfohlen werden dagegen eine Reinigung in der Mikrowelle oder aber die Methode, den Beißring auszukochen.
Kühle, aber nicht kalte Beißringe
Beißringe in den Kühlschrank zu legen, kann durchaus Sinn machen. Im Eisfach hat ein Beißring jedoch nichts verloren, da durch die Kälte Verletzungen im Mundraum des Babys entstehen können.
Beißringe… ein paar Worte zu Phthalaten
Beißringe waren einmal stark in der Diskussion. Das lag vor allem an so genannten PVC-Weichmachern, die in einer ganzen Reihe von Beißringen enthalten waren und es zum Teil — mittlerweile eher selten — noch immer sind. Bereits im Jahr 2004 ergab eine Studie der Deutschen Forschungsgesellschaft (DSG), dass vor allem die Körper von Kindern solche Weichmacher aus der Umwelt aufnehmen. Häufig als Weichmacher — auch in Beißringen — dienten Phthalate.
Als Phthalate werden Ester (also Stoffe, die durch die Reaktion von Sauerstoffsäuren und Alkoholen entstehen) und Salze der Phthalsäure bezeichnet. Die in früheren Beißringen enthaltenen Phthalate können sich beim Beißen und Lutschen des Babys lösen und Nieren, Leber und/oder Fortpflanzungsorgane von Babys schädigen. Das vereinte Europa hat auf diese Gefährdung reagiert: Seit Anfang des Jahres 2007 hat die Europäische Union den Vertrieb von Babyspielzeug wie Beißringen verboten, die sechs dieser gesundheitsgefährdeten Phthalate enthalten.
Für Deutschland war dies allerdings nicht unbedingt ein Vorteil, da hier zuvor kein einziges Phthalat in Beißringen erlaubt gewesen ist. Die weniger strengen EU-Vorgaben setzen die zuvor geltenden Regelungen in Deutschland nun außer Kraft. Allerdings sind viele Hersteller von Beißringen mit den Qualitätsanforderungen für ihre Produkte weiter, als es die Gesetze vorschreiben.
Verbraucher, die phthalate-freie Kunststoff-Beißringe bevorzugen, können auf Kennzeichnungen — etwa auf den Verpackungen der Beißringe — achten. Solche Kunststoffe erkennt man beispielsweise an den Zahlen 1, 2, 4 oder 7 innerhalb eines Dreiecks oder an Abkürzungen wie PE und PP. Informieren Sie sich bei der Auswahl eines Beißrings über die Qualitätsstandards, denen sich der Hersteller unterwirft. Indizien für eine gute Qualitätskontrolle können etwa sein,
- dass Babyartikel wie Beißringe von einem unabhängigen Institut geprüft werden,
- dass die Beißringe durch das CE-Zeichen für geprüfte Sicherheit ausgezeichnet sind.
Insbesondere bei sehr preiswerten Beißringen kann die Einhaltung wesentlicher Qualitätsstandards nicht gegeben sein. Natürlich darf man nicht allgemeingültig behaupten: Billige Produkte sind schlechte Produkte, auch bei Beißringen nicht. Aber hier ist einfach etwas mehr Vorsicht geboten, weil der niedrige Preis mitunter erreicht wird, indem auf Qualitätsprüfungen bewusst verzichtet wird oder preiswertere, aber bedenkliche Inhaltsstoffe zur Produktion verwendet werden.

